FV 09 Nürtingen ist aufgestiegen
20. Juni 2005
Heute gibt’s hier ausnahmsweise mal Lokalsportnachrichten. Der 09 hat’s geschafft. Nach dem das dritte Relegationsspiel gewonnen wurde, ist sie Mannschaft in die Bezirksliga aufgestiegen. Um den Kampf um den Aufstieg noch mal Revue passieren zu lassen, habe ich hier die Spielberichte aus der NTZ aufgelistet, man möge mir das dreiste Kopieren dieser Berichte verzeihen.
Letztes reguläres Saisonspiel gegen den VFB Neuffen, der direkte Konkurrent im Kampf um einen Relegationsplatz:
FV 09 Nürtingen - VfB Neuffen 2:2
Das Endspiel um Platz zwei lockte zirka 300 Zuschauer, überwiegend Neuffener, ins altehrwürdige Wörthstadion. Dabei sahen sie einen Blitzstart der Platzherren durch 09-Spielertrainer Timo Widmann (2.). Das Spitzenspiel war danach zerfahren und hart umkämpft. Torszenen wie der Seitfallzieher von Nico Münzemaier (30.) und die Großchance von Lars Flammer (35.) blieben Mangelware. Ein Gentner-Freistoß, von 09-Libero Florian Wohlfarth unglücklich ins eigene Tor gelenkt, bedeutete den 1:1-Pausenstand (40.). Neuffen kam gestärkt aus der Kabine und vergab durch Denis Widmaier die Möglichkeit zum 1:2 (52.). Die Platzherren überwanden ihre Schwächephase und hätten durch Manfred Haußmann nach 65 Minuten in Führung gehen müssen. Besser machte es zwei Minuten später Thomas Burbach, der in Torjägermanier traf. Nun hätten die Nullneuner vollends alles klarmachen können: Allein Kapitän Manne Haussmann scheiterte in drei besten Szenen (72., 89. und 90.) am Torhüter oder Pfosten. So kamen die Gäste in der Nachspielzeit durch Robert Etspüler noch zum Ausgleich. Dem 09 genügte aber auch dieser eine Punkt, um am Ende jubeln zu können. Der gute Schiedsrichter Claudio Capasso aus Nagold leitete die umkämpfte Partie ausgezeichnet. Während für den VfB die Saison mit einem guten dritten Platz zu Ende geht, hofft man beim Fußballverein weiter. Der Kommentar des erleichterten Spielleiters Denis Zoratti: „Wir haben heute eine Flachetappe der Tour de France gewonnen, jetzt kommen die Bergetappen.“ Am Donnerstag in Deggingen gegen den A3-Zweiten VfR Süßen.
1. Relegationsspiel in gegen den VFR Süßen in Degggingen
Der Nürtinger Stürmer nutzt einen kapitalen Schnitzer von Süßens Keeper Lutz zum entscheidenden 1:0
120 Minuten waren fast vorüber, alles ging schon in Position fürs Elfmeterschießen - und dann doch noch die Entscheidung. Bernd Lutz, der bis dahin fehlerfreie Torhüter des VfR Süßen, schoss einen kapitalen Bock, konnte einen harmlosen Verlegenheitsball von Vincenzo Pellegrino nicht festhalten und legte die Kugel Mario Scroppo regelrecht auf. Das brauchte nur noch danke zu sagen und einzuschieben. 1:0 - der FV 09 Nürtingen hat die erste Relegationshürde zur Bezirksliga gemeistert.
Das hätte der Vizemeister der Kreisliga A, Staffel 2 auch einfacher haben können, denn schon in der regulären Spielzeit waren Möglichkeiten zur Genüge vorhanden, um die Partie frühzeitig zu entscheiden. Aber die Schützlinge von Spielertrainer Timo Widmann übertrafen sich im Abschluss an Harmlosigkeit.
Ein grottenschlechtes Spiel war’s vor rund knapp 400 Zuschauern auf dem herrlichen Sportgelände des TV Deggingen, das konstatierte auch Widmann („wir haben schon viel besser gespielt”). Verdient war der Erfolg aber allemal, denn die Nullneuner bewahrten sich zumindest einen letzten Rest spielerischen Potenzials. Aber mit dieser Leistung hätten beide Mannschaften in der Bezirksliga überhaupt nichts zu suchen.
„Wir haben auf Grund der besseren Chancen verdient gewonnen“, strahlte Nürtingens Coach wie ein Honigkuchenpferd, „wir hatten das Glück des Tüchtigen.” Recht hat der Mann, denn seine Jungs agierten ebenso wie der A 3-Vizemeister aus Süßen überaus nervös. Und zwar inklusive Verlängerung, beide Teams konnten nie ihre normale Form abrufen.
In den ersten 45 Minuten gab es fast gar keine Aufreger. Fehlpass reihte sich an Fehlpass, das meiste war Stückwerk. Patrick Koslowski zog direkt ab, zielte aber knapp vorbei (14.), Steffen Hocke fand in Stipo Juranovic seinen Meister (29.). Das war’s für den VfR, beim FV 09 hatte Jan Dittrich die beste Möglichkeit, aber Andreas Eisele klärte auf der Linie (40.). Der 09-Anhang war schon zum Jubel bereit.
Überaus mäßig war das Niveau auch nach der Halbzeit. Viel Leerlauf kennzeichnete die schwache Partie und in Tornähe überboten sich beide Teams an Harmlosigkeit. Wenig Konstruktives war zu sehen, zu verbissen wurde die Partie geführt. Ästheten kamen gestern Abend wahrlich nicht auf ihre Kosten.
Ab und an ließ der FV 09 seine Klasse aufblitzen. Viel zu selten freilich, und wenn man doch aussichtsreich vor dem VfR-Kasten aufkreuzte, versagte man regelmäßig. Manfred Haußmann etwa, der zum TB Neckarhausen zurückkehren wird, hätte das 1:0 machen müssen, aber er zögerte zu lange, anstatt einfach einzuschieben (62.). Kläglich. Widmanns Direktabnahme verfehlte den Süßener Kasten knapp (66.), auch bei Fabian Klingenfuß’ Freistoß fehlte nicht viel (74.). Die Chancen häuften sich für die Nürtinger, der VfR fand im zweiten Abschnitt fast gar nicht mehr statt. Weil aber auch Mario Scroppo vertändelte (75.), der eben eingewechselte Vincenzo Pellegrino, der sehr viel Schwung brachte, haarscharf das Tor verfehlte (83.) und Thomas Burbachs Kopfball um Zentimeter am VfR-Gehäuse vorbei flog (87.), ging es in die Verlängerung.
Der FV 09 hatte weiterhin ein deutliches optisches Übergewicht, doch der VfR berappelte sich und war nicht ungefährlich. Die letzte Konsequenz in der Spitze ließen jedoch beide vermissen. Steffen Hocke hätte die Partie in der 112. Spielminute entscheiden können, als er sich im 09-Strafraum durchsetzte aber am glänzend per Fuß reagierenden Juranovic scheiterte. Die beste Gelegenheit war’s für Süßen, es wäre wohl der Knockout für die Nürtinger gewesen. So aber kam alles anders.
Während sich Timo Widmann und Kameraden jubelnd in den Armen lagen, kauerte VfR-Keeper Lutz wie ein Häuflein Elend in seinem Tor. Die tröstenden Worte seiner Teamgefährden nahm er wohl gar nicht zur Kenntnis. Was für ein Klops. Und Scroppo konnte sein Glück kaum fassen, er explodierte nach dem entscheidenden Treffer regelrecht. „Immer habe ich Pech gehabt allein vor dem Tor, die ganze Saison über, jetzt hat es endlich geklappt“, jubelte er. Und Widmann sinnierte bereits: „Hoffentlich reicht die Kraft am Sonntag.” Dann geht es um 17 Uhr in Neckartailfingen gegen den TSV Köngen II. „Aber die Jungs sind so gut trainiert“, gab der 09-Coach gleich wieder Entwarnung. Nur: Ohne eine deutliche Steigerung kann man dann wohl nicht bestehen.
Süßens Trainer Christian Hocke hatte trotz der Enttäuschung seine Fassung schnell wiedergefunden: „Meine Leistungsträger sind nicht auf Touren gekommen. Wir hatten zu viele Ausfälle und waren mental nicht stark genug.” Maximal 70 bis 80 Prozent ihres eigentlichen Leistungsvermögens hätten seine Jungs nur abgerufen. „So eine Aktion kurz vor Schluss ist natürlich unglücklich“, stöhnte er.
VfR Süßen - FV 09 Nürtingen 0:1 n. V.
VfR Süßen: Lutz; Knittel, Avci, Aspacher, J. Eisele, A. Eisele, Koslowski, R. Hocke (114. Bölstler), Schnepf, M. Hocke (84. Kadijevic), S. Hocke.
FV 09 Nürtingen: S. Juranovic; I. Juranovic, Ebinger, Lay, Wohlfarth (101. Fritz), Widmann, Dittrich (81. Pellegrino), Ashton (64. Scroppo), Haußmann, Klingenfuß, Burbach.
Schiedrichter: Iby (Neuhausen/Filder).
Zuschauer: 400.
Tor: 0:1 (119.) Scroppo.
2. Relegationsspiel gegen den TSV Köngen II in Neckartaiflingen
Der FV 09 Nürtingen hat auch die zweite Relegationsrunde überstanden. Die Kicker vom Wörth gewannen gestern gegen den Vizemeister der Kreisliga A, Staffel 1, TSV Köngen II, vor 600 Zuschauern in Neckartailfingen mit 3:1 Toren. Die „Nullneuner” treffen jetzt im entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die Bezirksliga am kommenden Sonntag um 17 Uhr bei der TSG Esslingen auf die Wernauer Sportfreunde.
Die Begegnung konnte erst mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen werden. Der Zuschauerandrang am Sportgelände Aileswasen war riesig. Der TSV Neckartailfingen hat die Veranstaltung super durchgezogen.
Die Fans erlebten 90 spannende Minuten. Der Sieg für den FV 09 Nürtingen war letztendlich glücklich, aber Köngen versiebte im Angriff einfach zu viele Hochkaräter. Der überragende Spieler auf dem Platz war der Nürtinger Fabian Klingenfuß. Der 20-Jährige lieferte über die gesamten 90 Minuten ein immenses Laufpensum, erzielte das 1:0 selbst und leistete beim 2:0 die tolle Vorarbeit.
Die Landesliga-Reserve von der Fuchsgrube hatte den besseren Start. Nach acht Minuten erzielte Stephan Hartenstein mit einem herrlichen Freistoß aus 22 Metern in den Winkel ein Tor, doch Schiedsrichter Christian Weinbuch (23) erkannte das Tor wegen angeblichem Abseits nicht an. Frank Messing, der Trainer des TSV Köngen II: „Wenn es ein passives Abseits gibt, dann war es in dieser Situation eines.“
Dann hatte der FV 09 Nürtingen 20 ganz starke Minuten, erzielte dabei zwei Tore. Zunächst setzte sich der überragende Fabian Klingenfuß im Strafraum durch und erzielte das 1:0 (15.). Nur fünf Minuten später das 2:0: Klingenfuß flankte und 09-Spielführer Manfred Haußmann ließ Sven Sterr im Köngener Tor mit einem Kopfball keine Abwehrchance.
Nach der „Auszeit” wurde die Landesliga-Reserve wieder stärker. So war das 1:2 nur eine logische Folge. Antonio Tunjic wurde nicht angegriffen, sein Schuss aus 20 Metern wurde abgefälscht - keine Abwehrchance für den Nürtinger Keeper Stipo Juvanovic (39.).
In der zweiten Halbzeit musste der Nürtinger Libero Robert Habjanic wegen einer Verletzung ausgewechselt werden und Timo Widmann rückte ins Abwehrzentrum. Aber der Spielertrainer fehlte dadurch natürlich im Mittelfeld.
Die Köngener waren drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen. Bernd Wagner schoss knapp am Tor vorbei (47.) und Antonio Tunjic traf ebenfalls das Tor nicht. Das Team von der Fuchsgrube konnte die Abwehrschwächen der Nürtinger einfach nicht nutzen. Nürtingens Keeper Stipo Juranovic zeigte dazu noch immer wieder Unsicherheiten. Köngens Coach Messing: „Wenn wir das 2:2 machen, gewinnen wir das Spiel auch.“
Doch es kam ganz anders. Francesco Muscianese touchierte Fabian Klingenfuß im Strafraum - Schiri Weinbuch pfiff Elfmeter. Manne Haußmann ließ sich diese Chance nicht entgehen und erzielte das 3:1 (59.).
Die Köngener gaben sich aber keineswegs geschlagen. Doch entscheidend für die Niederlage waren die eklatanten Schwächen im Abschluss. Tunjic vergab zwei „dicke Dinger” (74., 75.). Und auch der eingewechselte Nikola Ljekocevic versiebte noch zwei gute Möglichkeiten (82., 83.). So schaukelten die Nürtinger das Spiel nach Hause. Beim Schlusspfiff standen fünf Spieler auf dem Feld, die 20 Jahre und jünger waren
09-Trainer Timo Widmann erleichtert: „Wir waren noch ein bisschen müde nach den 120 Minuten am Donnerstag gegen den VfR Süßen. Nach dem nicht gegebenen Tor zu Beginn haben wir dann aber ganz gut gespielt. Nach dem 2:0 haben wir den Gegner wieder aufgebaut. Aber auf Grund der guten ersten Halbzeit geht der Sieg in Ordnung.“
Köngens scheidendem Trainer Frank Messing (hört auf, sein Nachfolger steht mit Wolfgang Seltenhofer längst fest) war der Aufstieg also nicht vergönnt. „Die Schiedsrichter waren dem Spiel nicht gewachsen”, kritisierte er, „es ist klar, dass junge Leute eingesetzt werden. Aber die Einteiler sollten zu diesen Spielen auch mal erfahrene Schiedsrichter schicken. Denn den Vereinen, die so ein Spiel erreicht haben, kann an einem Tag die Arbeit eines ganzen Jahres kaputt gemacht werden.“FV 09 Nürtingen - TSV Köngen II 3:1
FV 09 Nürtingen: S. Juranovic; I. Juranovic, Ebinger, Lay, Habjanic (46. Fritz), Widmann, Dittrich, Ashton, Haußmann (76. Pellegrino), Klingenfuß, Burbach (53. Scroppo).
TSV Köngen II: Sterr; Schölzl, Muscianese, Linke, Durst (80. Ljekocevic), Luchini, Caggiano (53. Ott), Wochinger, Wagner, Hartenstein, Tunjic.
Schiedsrichter: Christian Weinbuch aus Böhmenkirch.
Zuschauer: 600.
Tore: 1:0 (15.) Klingenfuß, 2:0 (20.) Haußmann, 2:1 (39.) Tunjic, 3:1 (59.) Haußmann (Foulelfmeter).
3. Relegationsspiel gegen die Wernauer SF in Esslingen
Fußball: Entscheidendes Relegationsspiel zur Bezirksliga Neckar-Fils bei der TSG Esslingen
Nürtinger feiern mit 3:2-Sieg über die Wernauer SF nach sieben Jahren Rückkehr ins Bezirks-OberhausNochmals 100 Minuten musste der FV 09 ackern, dann war der Aufstieg perfekt. Sieben Jahre nach ihrem Abschied kehren die Nürtinger mit einer ganz jungen Truppe ins Bezirks-Oberhaus zurück. Gegen die Wernauer SF wollten sich Widmann und Co nicht auf die Schützenhilfe des FC Nürtinger 73 verlassen. Mit einem hochverdienten 3:2-Sieg wischten die 09er alle Zweifel vom Platz und mit ihnen freut sich auch die TSV Oberensingen besonders, denn sie bleibt nun in der Kreisliga A.
Im entscheidenden Aufstiegsspiel musste bei den Nürtingern der 19-jährige Max Mausch zwischen die Pfosten, weil Stipo Juranovic sich in der Urlaubsplanung vertan hatte und gestern vom Flugzeug aus auf den Austragungsort bei der TSG Esslingen herabschauen musste. Mauschs fehlender Spielpraxis ist wohl sein Lapsus beim 0:1 zuzuschreiben, als er einen Schuss von Holger Köder eigentlich schon hatte, den Ball aber vor die Füße von Michael Breier fallen ließ, der abstaubte (7.).
Doch die junge Nürtinger Elf, bei der sechs Spieler der letztjährigen A-Jugend zum Zug kamen, ließ nicht den Kopf hängen und drängte auf den Ausgleich. Bei den Wernauern war kaum ein System zu erkennen, außer dass man den zuletzt starken Spielmacher Fabian Klingenfuß im Mittelfeld in Manndeckung nahm. Wernau hoffte einzig darauf, mit langen Bällen die beiden gefährlichen Spitzen Breier und Stefan Krüll in Position zu bringen, doch die waren bei Marc Ebinger beziehungsweise Ilja Juranovic, der ein starkes Spiel machte, in sicheren Händen. Nur einmal rutschte Juranovic ein Ball durch, doch Ketsiemenidis vergab kläglich (22.)
Bei Krülls Freistoß-Hammer aus 25 Metern war Mausch auf dem Posten und klärte mit einer Glanzparade (24.). Das mag seinen Vorderleuten das Selbstvertrauen gegeben haben, fortan zum Sturm zu blasen. Auf der linken Außenbahn sah man einen überragenden Isaiah Ashton, der ein ums andere Mal seinen Turbo zündete, von keinem Wernauer zu halten war und auch nach hinten mitarbeitete. So war es kein Zufall, dass der FV 09 von rechts zu einem Freistoß in Tornähe kam, den Spielertrainer Timo Widmann auf den langen Pfosten zog, wo Torjäger Manne Haußmann sich unwiderstehlich hochstemmte und mit einem wuchtigen Kopfball zum 1:1 die Wende einläutete (29.). Den nächsten Coup besorgte Ashton selbst, der in vollem Lauf ein Anspiel aufnahm, noch einen Wernauer aussteigen ließ und eiskalt mit dem Außenrist zum 2:1 einschoss (33.).
Jetzt hatte der FV 09 die Partie im Griff, den im Durchschnitt wesentlich älteren Wernauern ging sichtlich die Luft aus. Thomas Burbach kam einen Tick zu spät gegen WSF-Torwart Hellweger (55.), war nach dieser Aktion offenbar aber etwas angeschlagen und wurde für Enzo Pellegrino ausgewechselt. Er und Sturmpartner Haußmann kamen immer wieder zu Möglichkeiten (61., 63.), auf der anderen Seite begrub Mausch einen Wernauer Freistoß sicher unter sich. Die Entscheidung erzielte ein weiterer Jungspund: Benjamin Fritz, für den verausgabten Ashton erst 13 Minuten im Spiel, reagierte im Wernauer Strafraum am schnellsten, verzögerte nochmals und schob dann flach an Hellweger vorbei zum 3:1 ein (78.).
Die Sportfreunde warfen nochmals alles nach vorn und erwischten die siegessicheren 09er kalt, Krüll spitzelte den Ball aus dem Gewühl heraus zum Wernauer 2:3 ins Netz (88.). Trotz einiger Verletzungspausen war es eine weitgehend faire Partie. Schiedsrichter Cretnik ließ wie schon in der ersten Halbzeit fünf Minuten nachspielen, doch die Nürtinger ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Während seine Spieler in Weizenbier und Sekt duschten, freute sich Widmann, es aus eigener Kraft geschafft zu haben: „Sonst hätte ich mir von meinem Freund Murat Isik 50 Jahre anhören müssen, nur durch den FC Nürtingen aufgestiegen zu sein.” Die WSF hatten Glück im Unglück, sie bleiben ja auch in der Bezirksliga.Wernauer SF - FV 09 Nürtingen 2:3
Wernauer SF: Hellweger; Tokmak, Arnold, Jakschitz (82. Yaylaci), Blattner, Köder, Ketsiemenidis, Schaaf (63. Artantas), Breier, Friedmann (43. Schreiner), Krüll.
FV 09 Nürtingen: Mausch; Juranovic, Ebinger, Lay, Habjanic, Widmann, Dittrich, Ashton (65. Fritz), Haußmann, Klingenfuß (80. Werla), Burbach (59. Pellegrino).
Schiedsrichter: Cretnik (Haiterbach).
Zuschauer: 600.
Tore: 0:1 (7,) Breier, 1:1 (29.) Haußmann, 2:1 (33.) Ashton, 3:1 (78.) Fritz, 3:2 (88.) Krüll.
Quelle der Spielberichte: http://www.ntz.de

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